Eine Ode an Brumi ♥

Seit Februar 2019 ist unser Opi Brumi bei uns. Seitdem hat er sich prächtig entwickelt. Durch unseren TA wurde sein Herz nochmal untersucht, wobei herauskam, dass er keine Herzmedikamente braucht. Größe i.o. und Klappen arbeiten auch.

Sein Magen ist sehr wählerisch. Anfangs bekam er Hühnchen mit Reis. Der Umstieg auf Trockenfutter klappte (noch) nicht und so bekam er zunächst Naßfutter. Aber auch hier reagierte er nicht gut auf Geflügel.

Aktuell (Juni 2019) ist der alte Herr nun doch auf Trockenfutter umgestiegen, dass scheint ihm besser zu bekommen – und verursacht nicht so viel Müll 🙂

Auch körperlich geht es ihm besser wie anfangs. Beim Schütteln, ging der Impuls anfangs nicht durch seinen kompletten Körper hindurch. Mittlerweile hat sich das mobilisiert und er schüttelt sich völlig normal.

Am Anfang tat er sich beim Aufstehen schwerer als üblich, aber er ist ja auch schon 13 Jahre (ca. 90 als Mensch). Mittlerweile hat sich auch das gebessert.

Er schnauft auch nicht mehr so sehr wie am Anfang, er ist generell fitter geworden.

Ich gebe zu, ich habe ihn stark unterschätzt. Er ist kein Hund der den ganzen Tag in der Sonne liegt und sich wohl fühlen will. Er fordert seine Gassi-Runden schon (3x) – gut bei Hitze fällt die Mittagsrunde kürzer aus. Aber generell bin ich überrascht wie aktiv so ein alter Herr noch wieder wird.

Das wichtigste am Anfang bei ihm war allerdings, er musste entfilzt werden. Das Tierheim hinterlässt nun mal leider seine Spuren, das ist unvermeidlich.
2x mussten wir mit ihm zum Hundefriseur, dann wurde aus Brumi dem Zottelviech wieder Brumi der Bär 😉

Er ist total lieb und verschmust, manchmal fast tollpatschig. Er sucht sehr die Nähe von Menschen – gleichwohl alleine bleiben kein Problem für ihn ist.  Den Herdenschutzhund in ihm merkt man. Eine seiner Lieblingsbeschäftigungen ist Patrouille laufen einmal rund um unser Grundstück. Dafür hat er jetzt endlich Gelegenheit.

Mit unseren 2 anderen Hunden (auch aus Ungarn) war der Anfang teils holprig, aber es hat sich alles geregelt. Joey – unser Angsthund – hat seit dem Brumi hier ist große Fortschritte gemacht.

Bibi, unsere Hündin, hat ein paar Tage gebraucht um mit der neuen Situation klar zu kommen. Da sie aber eher devot veranlagt ist, kam sie dann doch damit zurecht. Mittlerweile verstehen sich die beiden. Auseinandersetzungen gibt es keine.

Brumi ist schon eher „Chef“, aber das passt eigentlich gut in unser Rudel. Seit dem er bei uns ist, hat unsere Ausbrecherkönigin Bibi keinen Versuch mehr unternommen – dank Officer Brumi? 😉

Unser Wunsch ist es, dass er mindestens so lange noch Freude am Leben hat, wie seine Zeit im Tierheim andauerte – ca. 2 Jahre. Und wenn nicht, wissen wir wenigstens, dass er noch eine schöne Zeit hatte und ihm ein Ende im Tierheim erspart geblieben ist.

Sicher, ein Hund aus dem Auslandstierschutz ist immer eine Überraschungstüte, gerade bei einem älteren Exemplar. Aber egal wie – wir lieben ihn einfach.

Man muss schon wissen, was auf einen zukommt / zukommen kann. Aber vielleicht kann sich der ein oder andere ja doch auch mal dazu durchringen, einen alten Hund eine Chance zu geben. Sie haben es definitiv verdient.

Und vor allem möchten wir euch einmal zeigen, dass “alte” Hunde nicht unbedingt nur Langweiler oder Rumlieger sind und es verdient haben einen Lebensabend a la Hund  verbringen zu dürfen 😉

Sicher, eine Garantie dafür gibt es nie. Aber egal wie – die Dankbarkeit eures Partners mit 4 Pfoten wird euch sicher sein ♥

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